Projekt

Gaming ohne Grenzen - Für Alle! Ein Projekt für mehr Diversität und Inklusion in der Gaming-Community.

Gaming ohne Grenzen richtet sich an Jugendliche mit und ohne Behinderung im Alter zwischen 12 und 27 Jahren. Das Projekt der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW ist gefördert von der Aktion Mensch und Congstar.

Games sind weit mehr als nur ein Zeitvertreib für Kinder und Jugendliche. Sie sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Lebenswelt.

In den interaktiven Räumen haben Jugendliche einen Zugang zu Erlebnissen und Handlungen, die ihnen aufgrund einer Einschränkung sonst nicht möglich wären. Mit digitalen Spielen pflegen sie Kontakte zu ihren Freund:innen und knüpfen neue soziale Beziehungen. Doch digitale Spiele sind oftmals nicht frei von Barrieren, die Menschen mit Behinderung davon ausschließen eben diese Erfahrungen zu erleben und eine Teilhabe erschweren. 

Gaming ohne Grenzen möchte herausfinden, welche digitalen Spiele mit verschiedenen Einschränkungen spielbar sind.

Welche Spiele sind besonders barrierearm? Mit welchen Technologien lassen sich Hürden überwinden? Welche Spiele sind bei den Jugendlichen besonders beliebt? Die Ergebnisse unserer Tests werden auf dieser Website festgehalten, die im deutschsprachigen Raum bisher einzigartig ist.

Die Förderung von Inklusion und die Wertschätzung von Diversität ist Ziel des Projekts.

Durch gezielte (medien-)pädagogische Methoden, vernetztes Lernen unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten, soll die Vielfältigkeit einer inklusiven Gemeinschaft positiv hervorgehoben und Jugendliche in ihren Stärken gezielt gefördert werden. Um dies zu erreichen, werden die Spiele gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in fünf wöchentlich stattfindenden inklusiven Spieletestergruppen im Raum Köln und Umgebung getestet. Das gemeinsame Spielen, die Partizipation der Jugendlichen und die gelebte Inklusion stehen im Rahmen des Projekts im Vordergrund. 

Begegnung fördern, Vielfalt leben. Am “Tag der Begegnung” kommen alle Gruppen zusammen. 

Auch soziale Kompetenzen im Bereich der Kommunikation, Achtsamkeit und Toleranz werden gestärkt. Beim jährlich stattfindenden "Tag der Begegnung" treffen sich alle Gruppen, präsentieren ihre Lieblingsspiele und bieten eigene inklusive, kooperative und kreative Aktionen an. Auch die Identifikation mit der  Gruppe und das Miteinander sind wichtige Elemente der Aktionstage. 

Team

Das Team besteht aus drei Medienpädagog:innen und einer studentischen Hilfskraft der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW.

Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW

Die fjmk ist eine offizielle Fachstelle des Landes Nordrhein-Westfalen, die aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans NRW strukturgefördert wird, um Einrichtungen der Jugendförderung bei der Bereitstellung und Durchführung von medienpädagogischen Angeboten zu beraten und zu unterstützen.

Saskia Moes

Projektleitung
"Digitale Spiele faszinieren  mich schon mein Leben lang. Ich finde es toll, mich frei in fiktiven Welten bewegen zu können und gemeinsam Spaß zu haben. Mir liegt es sehr am Herzen, dass allen Menschen ermöglicht wird, sich in digitalen Spielen auszuleben. Am liebsten spiele ich verschiedene Online-Multiplayer, gemeinsam mit meinen Freund:innen.”

Karolina Albrich

Projektmitarbeiterin
“Ich freue mich schon sehr, digitale Spiele unter diesem wichtigen Blickwinkel zu beurteilen. Ich wünsche mir, dass Entwickler:innen von Beginn an, Spiele barrierearmer denken. Ich selbst zocke gerne Adventures, Aufbau-Simulationen, Rätsel- und Rollenspiele.”

Julius Ricken

Projektmitarbeiter
“Ich spiele Videospiele schon seit meiner Kindheit und habe dabei immer jede Menge Spaß. Ich wünsche mir, dass kein Mensch mehr vom Spielen ausgeschlossen wird, damit unsere Gaming Community wachsen und diverser werden kann! Persönlich spiele ich am liebsten Rollenspiele und Adventure Games.”

Mara Schulze

Studentische Hilfskraft
"Dass Menschen mit verschiedenen Interessen und Fähigkeiten nirgendwo ausgeschlossen werden, finde ich sehr wichtig. Gaming sollte deswegen auch für alle zugänglich sein und Möglichkeiten für gemeinsame spannende Spielerfahrungen bieten."

Förderung

Gefördert ist Gaming ohne Grenzen zunächst für drei Jahre. Möglich machen dies die Aktion Mensch und Congstar. Wir bedanken uns herzlich für die Chance dieses Projekt zu realisieren. 

Aktion Mensch

Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie mehr als vier Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern.

Congstar

Als junges und dynamisches Unternehmen ist congstar begeistert von der Hingabe der Gaming-Community, sich eine eigene Welt aufzubauen, miteinander zu interagieren und einzigartige Momente zu kreieren. Ebendiese Leidenschaft möchte congstar in langfristiger Partnerschaft mit „Gaming ohne Grenzen“ unterstützen und so die Aufklärung rund um barrierefreies Gaming fördern – denn Gaming bringt Menschen zusammen und sollte für alle gleichermaßen zugänglich sein.

Netzwerk

Botschafterin Melanie Eilert

"Ich habe schon als Kind Videospiele gespielt. Mit Fortschreiten meiner Behinderung in der frühen Jugend wurde Gaming jedoch nach und nach mühsamer und schließlich lange Zeit unmöglich für mich. Erst durch Spiele, die Optionen anbieten, um mir das Spielen zu erleichtern und angepasste Controller, bin ich wieder zur Gamerin geworden. Seitdem versuche ich, auf mögliche Probleme aufmerksam zu machen, sodass immer mehr Spiele auch von Menschen mit verschiedenen Behinderungen gespielt werden können."
Hier geht es zu ihrem Blog

Botschafter Dennis Winkens

"Es fing alles mit dem Gameboy an – da hatte die Gaming Welt mich schon gefangen. Von Klein auf war ich ein Fan von Videospielen.
Das hat sich bis heute nicht geändert. Allerdings war es für mich nach meinem Unfall für rund 10 Jahre nahezu unmöglich überhaupt irgendein Spiel zu spielen, da es keinen geeigneten Controller gab, den ich nutzen konnte. Seitdem ich dank des QuadSticks wieder vernünftig zocken und richtig Spaß dabei haben kann, setze ich mich dafür ein, dass auch andere Gamer mit Handicap ihrer Leidenschaft wieder (oder einfacher) nachgehen können. Sowohl in Hardware als auch in Software."
Hier geht es zu seiner Webseite

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